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buch: Felber / 50 Vorschläge für…


Christian Felber:
50 Vorschläge für eine gerechtere Welt

Deuticke Verlag, Euro 19,90

Der Mitbegründer des österreichischen Attac-Netzwerkes Christian Felber hat ein Buch auf den Markt gebracht, dessen eigener Anspruch besonders hoch ist. Statt der Kritik am Kapitalismus und Neoliberalismus möchte er auch Alternativen formulieren und praxisorientierte Ideen entwickeln. Er entwirft den Plan einer „Weltsteuerbehörde“,sieht in ihr die Lösung der Probleme die europäische und nationale Institutionen im ökonomisch-sozialen Sinne nicht lösen konnten und zeigt sich fasziniert von der Idee des „Grundeinkommens“. Dass er dabei auch so manches mal eine Rolle rückwärts macht mag, neben einiger stilistischer Fragwürdigkeiten zu verkraften sein, denn alles in allem handelt es sich um eine anregende Lektüre die besonders jungen Leuten ans Herz zu legen sei, denn die klare Struktur schreckt auch den zurückhaltenden Leser nicht ab!

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books: Pessoa / Ein anarchistischer Bankier


Fernando Pessoa:
Ein anarchistischer Bankier
aus dem Portugiesischen von Reinhold Werner
Wagenbach Verlag, 12,90 Euro


Fernando Pessoa schreibt ein kleines, aber feines Buch und berührt damit das Herz eines jeden Lesers, der die politische Utopie dem freundlichen Lächelneines scheinbar angepassten Bürgers hat weichen lassen. Die Betonung liegt hier auf dem schönen Worte scheinbar, denn in dem kleinen roten Büchleinaus Wagenbachs Reihe SALTO erfahren wir aus einem Gespräch zwischen einem Bankier und dessen Freund wie ersterer sich im Erbe des wahren Anarchismus sieht und trotzdem dem wohl kapitalistischsten Beruf nachgeht, den man ausüben kann.

“Ein anarchistischer Bankier” ist eine Gebrauchsanweisung für den müdenAlltagsrevoluzzer, der in gelebtem Trotz und politischem Geplänkel keine gesellschaftliche Alternative noch einen emanzipierten Lebensstil mehr sehen mag, und es ist ein liebenswertes Buch für all jene Menschen, die mit einem Schmunzeln die Geschichte eines Mannes lesen wollen, der im Grunde all die Theoretiker des Anarchismus übertrumpft hat. Ein bisschen Sarkasmus und die bestechende, bittersüße Logik machen dieses Buch für mich zur einzig verdaubaren politischen Strandlektüre für diesen Sommer.

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Wagenbach Verlag

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